AfD: Wahlergebnisse unter Gewerkschaftsmitgliedern zeigen wachsende Distanz zwischen Basis und Funktionären
Gewerkschaftspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion: Gewerkschaftsspitzen vertreten immer weniger die politische Wirklichkeit ihrer eigenen Mitglieder
Zu den jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Hans-Jürgen Goßner:
„Die jüngsten Wahlanalysen zeigen deutlich: Die Gewerkschaftsspitzen sprechen politisch immer weniger für ihre eigene Basis. Während Funktionäre und Apparate seit Jahren pauschal gegen die AfD mobilisieren, wählen viele Gewerkschaftsmitglieder längst anders als ihre Verbandsoberen es gerne hätten.“
Nach den veröffentlichten Auswertungen lag die AfD bei Gewerkschaftsmitgliedern in Baden-Württemberg bei 24 Prozent und damit sowohl über dem Landesergebnis von 18,8 Prozent als auch über dem Wert berufstätiger Nichtmitglieder. Auch in Rheinland-Pfalz erreichte die AfD unter Gewerkschaftsmitgliedern mit 23 Prozent einen höheren Zuspruch als im Landesdurchschnitt von 19,5 Prozent und als bei berufstätigen Nichtmitgliedern. In beiden Ländern war die AfD unter Gewerkschaftsmitgliedern jeweils zweitstärkste Kraft.
Goßner weiter: „Diese Zahlen widerlegen das Zerrbild, das die Gewerkschaftsfunktionäre seit Jahren verbreiten. Die AfD ist für viele Arbeitnehmer längst eine politische Option geworden. Das gilt auch und gerade für organisierte Beschäftigte. Wer das nicht sehen will, offenbart vor allem eines: die eigene Entfremdung von den Sorgen, Erwartungen und Überzeugungen der Mitglieder.“
Die AfD-Bundestagsfraktion sieht sich in ihrer gewerkschaftspolitischen Arbeit bestätigt. Arbeitnehmer erwarten von Gewerkschaften, dass sie ihre Interessen vertreten: sichere Arbeitsplätze, anständige Löhne, bezahlbare Energie, Schutz vor Deindustrialisierung und eine Politik, die die Leistungsträger dieses Landes nicht ständig weiter belastet. Stattdessen haben sich viele Gewerkschaftsspitzen in den vergangenen Jahren zunehmend als parteipolitische Vorfeldorganisation linker Milieus verstanden.
„Gewerkschaften sollten sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren: die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und nicht politische Erziehungsarbeit gegen missliebige Parteien zu betreiben. Wer seine eigene Basis belehrt, statt ihr zuzuhören, verspielt auf Dauer Vertrauen und Glaubwürdigkeit“, so Goßner.